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Digitale Karten als Grundlage für erfolgreichen Moorschutz 

  • Josefa Voigt and Étienne Degeest
  • 3 minute read
Luftaufnahme einer Moorlandschaft mit unregelmäßig verzweigten Wasserläufen und flachen Tümpeln, umgeben von hellbraunen Feuchtwiesen und dichter Vegetation; am Bildrand grenzt ein Wald an die nassen Moorflächen.
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ProjectTogether stärkt den Moorschutz in Deutschland mit digitalen Karten und Geoinformationstechnologie. Ein zentrales Dashboard bündelt erstmals öffentliche Daten zu Moorböden, Wiedervernässung und Paludikultur und unterstützt Kommunen, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bei der Moortransformation.

Über ProjectTogether 

ProjectTogether ist eine gemeinnützige Organisation, die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ins gemeinsame Handeln bringt. Unter dem Leitgedanken „Impact First“ verfolgt sie das Ziel, langfristig systemische Veränderungen anzustoßen. Veränderung entsteht dort, wo Co-Creation, Vertrauen, Offenheit und Austausch auf Augenhöhe möglich sind. Statt auf Wettbewerb oder Silodenken zu setzen, fördert ProjectTogether Allianzen, Netzwerke und lebendige Ökosysteme. Praktisches Umsetzen dient dabei dazu, die wirksamsten Hebel für gesellschaftliche Veränderung direkt zu identifizieren. 

Moore spielen eine entscheidende Rolle im Klimaschutz, da sie große Mengen CO₂ speichern und einzigartige Lebensräume bieten. Der Schutz und die Wiedervernässung von Mooren sind jedoch komplexe Aufgaben, die eine breite Zusammenarbeit und verlässliche Daten erfordern. ProjectTogether setzt mit digitalen Karten auf innovative Geoinformationstechnologie, um den Moorschutz in Deutschland voranzubringen sowie Akteurinnen und Akteure aus verschiedenen Bereichen miteinander zu vernetzen. 

Moornutzung in Deutschland 

Aktuell sind fast alle Moorböden in Deutschland (95 %) trockengelegt und tragen zu Problemen, wie dem Klimawandel, Biodiversitätsschwund, Wasser- und Bodenverlust, bei. Etwa 7,5 % der gesamtdeutschen Treibhausgasemissionen stammen momentan aus den trockengelegten Moorböden. Rund 5 % der Fläche Deutschlands besteht aus Moorböden. Diese 1,8 Millionen Hektar entsprechen etwa der Fläche des Bundeslandes Sachsen. Durch die Wiedervernässung trockener Moorböden lassen sich diese negativen Folgen verringern oder sogar ganz vermeiden. Außerdem können die Flächen nass weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden und Rohstoffe für die Bioökonomie liefern, z. B. zur Herstellung von Papier und Kartonagen oder Bau- und Dämmstoffen. Die Vorteile dieser Umstellung wurden auf Bundes- und Länderebene bereits erkannt und durch Strategien, Ziele und Förderungen konkretisiert. Gemeinden und Kreise können vor Ort den Weg ebnen, damit Wiedervernässung und Paludikultur (Nasse Bewirtschaftung von Mooren) realisiert werden können. 

Blick über eine landwirtschaftliche Versuchsfläche mit trockenen Schilf‑ und Röhrichtpflanzen im Vordergrund. In der Mitte des Feldes fährt ein kleines orangefarbenes landwirtschaftliches Fahrzeug mit Anbaugerät über die Fläche. Im Hintergrund erstrecken sich offene Wiesen und leicht hügelige Landschaft unter bedecktem Himmel.
Auf einer offenen Wiesen‑ oder Moorfläche steht ein großes landwirtschaftliches Spezialfahrzeug mit mehreren breiten Metallwalzen, die mit blauen Noppen besetzt sind. Das Fahrzeug ist in Grün, Orange und Blau gehalten und verfügt über einen Aufbau mit technischen Komponenten. Im Hintergrund stehen mehrere Personen in wetterfester Kleidung und beobachten die Vorführung. Die Szene spielt bei bewölktem Himmel, umgeben von Bäumen am Rand der Fläche.

ProjectTogether hat sich zum Ziel gesetzt, den Moorschutz in Deutschland nachhaltig zu stärken und voranzubringen. In der Allianz „Komm.Paludi“ bündelt das Team kommunale Mitarbeitende aus Landkreisen und Gemeinden, die sich quer durch Deutschland für die Wiedervernässung und den Erhalt multifunktionaler Moorflächen einsetzen. Das Bundesland mit den meisten Moorböden ist Niedersachsen gefolgt von den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bayern, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg.  Rund 70 % der trockengelegten Moorflächen werden landwirtschaftlich genutzt.  Eine der größten Aufgaben: Wissen aus Behörden, Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft so zusammenzuführen, dass alle Beteiligten unkompliziert darauf zugreifen können. 

Mit der Nutzung von ArcGIS gelingt es ProjectTogether, verteilte öffentliche Daten, z. B. des Thünen-Instituts, zu Moorstandorten, Wiedervernässungspotenzialen und kommunaler als auch länderspezifischer Zuordnung erstmals gebündelt zentral und übersichtlich in einem neuen Dashboard darzustellen. Das Dashboard ermöglicht nicht nur die Flächenvisualisierung, sondern auch die Analyse von Potenzialen und Herausforderungen auf kommunaler Ebene. 

„Das Dashboard sowie die StoryMap sind sehr gute Möglichkeiten, um Inhalte und Daten anschaulich und nutzerfreundlich zu vermitteln. Das unterstützt die Moortransformation.” – Josefa Voigt, Komm.Paludi 

Mehrwert für den Moorschutz 

Die digitale Kartenlösung erleichtert die Koordination zwischen Behörden, Wissenschaft, Landwirtschaft, Zivilgesellschaft und lokalen Initiativen. Durch die zentrale Bereitstellung von aktuellen und verlässlichen öffentlichen Daten kann Transparenz geschaffen werden und in der Folge Synergien genutzt werden. Die eingängige visuelle Darstellung unterstützt zudem die Kommunikation mit kommunalen Akteurinnen und Akteuren, und hat das Potenzial, langfristig die Berichterstattung über Fortschritte und Erfolge im Moorschutz zu erleichtern. 

Durch die öffentliche Verfügbarkeit der Daten im Living Atlas schaffen Esri und ProjectTogether die Basis für die Entwicklung weiterer für den Moorschutz benötigter digitaler und analoger Produkte. 

Kartenansicht von Deutschland mit farblich abgestuften Flächen in Grün- bis Blautönen, die regionale Unterschiede in einer Datenintensität zeigen; besonders hohe Werte (dunkelblau) konzentrieren sich im Norden und Nordosten, niedrigere Werte (hellgrün) im Süden. Umrisse von Bundesländern und Landkreisen sind eingezeichnet, umliegende Länder sind grau dargestellt.
Dashboard zeigt die potenzielle Eignung von Moorflächen für Paludikultur in Deutschland in Hektar (ha) 

Fazit: Digitale Karten als Motor für den Moorschutz 

Dank der Kartenanwendung auf Basis von Esri-Technologie schafft ProjectTogether eine innovative Infrastruktur und macht Moorschutz und die Wiedervernässung digital greifbar: Geteiltes Wissen und die Bündelung von Daten im Dashboard schaffen neue Synergien, erhöhen die Effizienz – und sichern die Zukunft unserer Moore als unersetzliche Lebensräume und Klimaschützer. 

Als gemeinnützige Organisation legt ProjectTogether einen hohen Wert auf die Einbindung vielfältiger Akteurinnen und Akteure bei der Weiterentwicklung dieser digitaler Kartenlösung. 

„Mit dem Dashboard besteht mehr Klarheit über das Wo der Moortransformation. Nun gilt es im nächsten Schritt zu zeigen, wie Kartendaten auch beim Wie nützlich sein können und den Prozess beschleunigen können.“ – Étienne Degeest, Komm.Paludi 

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