Ökologische Veränderungen verlaufen oft unbemerkt, bis ihre Folgen sichtbar werden. Mit ArcGIS Survey123 lassen sich Umweltzustände direkt im Feld erfassen und langfristig beobachten, um fundierte Entscheidungen für den Schutz natürlicher Systeme zu treffen.
Der Zustand unserer Ökosysteme verschlechtert sich zunehmend und zusätzlich oft unbemerkt. Es sind nicht nur die großen, plötzlichen Katastrophen, sondern vor allem die schleichenden Veränderungen, die langfristig zu irreversiblen Schäden führen.
Das massenhafte Bienensterben beeinträchtigt die Bestäubung und damit unsere Nahrungsmittelproduktion. Amphibien verschwinden aus Feuchtgebieten, ohne dass es jemand bemerkt. Böden verlieren ihre Fruchtbarkeit durch Übernutzung und Versiegelung. Mikroplastik gelangt in Flüsse und Meere und stört dort ganze Nahrungsketten. Wasserressourcen geraten durch Klimawandel und Übernutzung aus dem Gleichgewicht. Diese Prozesse verlaufen meist still und im Verborgenen. Genau hier beginnt die Verantwortung für ein vorausschauendes und nachhaltiges Ökosystemmanagement.
Tools für intelligente Beobachtung und datenbasierte Entscheidungen
Natürliche Systeme sind hochkomplex und reagieren sensibel auf äußere Einflüsse wie Klimawandel, Urbanisierung oder intensive Landnutzung. Die daraus resultierenden Veränderungen sind oft subtil und zeigen sich erst über längere Zeiträume hinweg. Ohne kontinuierliche und strukturierte Beobachtung bleiben diese Entwicklungen unsichtbar. Was wir nicht erfassen, können wir nicht analysieren und letztlich auch nicht gezielt steuern.
ArcGIS Survey123 von Esri bietet eine Lösung für diese Herausforderung. Die App aus der ArcGIS-Familie ermöglicht die mobile, ortsbezogene und zeiteffiziente Erfassung ökologischer Zustände direkt im Feld. So entsteht ein belastbares Datenfundament, das über Zeiträume hinweg analysiert werden kann und als Grundlage für fundierte, datenbasierte Entscheidungen dient.
Anwendungen in der Praxis
Schutzgebietsmanagement in Bremen
Ein eindrucksvolles Beispiel zur Umweltbeobachtung mit GIS liefert das Projekt „Kooperatives Schutzgebietsmanagement“ in Bremen. In den Natura2000- und Naturschutzgebieten der Hansestadt erfassen Schutzgebietsbetreuer:innen regelmäßig Flora- und Faunadaten sowie Wasserstände und das direkt im Gelände.
Hierbei kommen mobile Anwendungen wie Survey123 und Field Maps zum Einsatz, die speziell für drei zentrale Anwendungsfälle konfiguriert wurden: die manuelle Erfassung von Wasserständen an rund 70 Pegeln, die Dokumentation von Brutvogelvorkommen sowie die punktgenaue Floraerfassung.
Die Lösungen wurden auf Basis von Esri-Standardsoftware entwickelt und sind vollständig offlinefähig, ein entscheidender Vorteil für die Arbeit in abgelegenen Gebieten. Die Daten fließen direkt in das Fachinformationssystem Naturschutz (NIS) und können über eine Webanwendung auf Basis von ArcGIS Experience Builder nachbearbeitet, gefiltert und exportiert werden. So entsteht ein durchgängiger digitaler Workflow von der Erfassung bis zur Auswertung. Das Modell zeigt, wie moderne Geotechnologie zur Sicherung ökologischer Werte beitragen kann.
Die Apps wurden im Rahmen des Projektes „Kooperatives Schutzgebietsmanagement“ entwickelt, das durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER) und das Land Bremen gefördert wurde.

Effiziente Verkehrssicherung in Baden-Württembergs Wäldern
Das LGL Baden-Württemberg nutzt Survey123 und Field Maps, um Geodaten zu Flächen und Gefahrenquellen effizient direkt im Gelände zu erfassen. Mitarbeitende wählen in Field Maps relevante Objekte aus und starten direkt daraus ein Survey123-Formular, das automatisch mit Attributen wie Flurstücksnummer vorbefüllt ist. Neue Objekte lassen sich ebenfalls mobil erfassen und dokumentieren. Die Daten fließen in Echtzeit in zentrale Dienste zurück und stehen sofort für Auswertungen und Visualisierungen bereit, ein durchgängiger digitaler Workflow von der Erfassung bis zur Analyse.
„Als gelernter Förster bereitet es mir große Freude, die Kolleginnen und Kollegen auf der Fläche mit moderner Technik zu unterstützen und Ihren Arbeitsalltag etwas leichter zu gestalten.“
Jan Kunath
Verfahrensverantwortlicher – MobilesGIS

Erfahren Sie in der Case Study mehr über dieses spannende Projekt!
ArcGIS im Einsatz gegen Naturgefahren in den Alpen
Die Referate Ingenieurbauwerke und Georisiken (ZIG) sowie Geoinformationssysteme (ZGI) der Landesbaudirektion Bayern nutzen sowohl Field Maps, als auch Survey123 in einem gemeinsamen Workflow um alpine Naturgefahren digital zu überwachen und detaillierte Kontrollberichte in einem einheitlichen Schadenskatalog zu erfassen.
„Die Apps erleichtern die Dokumentation der Bauwerkskontrollen wesentlich. Sie sind leicht und verständlich zu bedienen und ersparen viel unnötige Schreibarbeit. Durch den hinterlegten Bauteil- und Schadenskatalog werden Fehleingaben vermieden.“
Peter Kirschner
Manager für Georisiken und Sicherungsbauwerke am StBA Bayreuth

Lesen Sie die Case Study und entdecken Sie, wie das Projekt umgesetzt wurde.
Fazit
Die Einsatzmöglichkeiten von Survey123 reichen weit über kommunale Umweltämter oder Wasserbehörden hinaus. Ob im Naturschutz, bei Infrastrukturprojekten oder in der Energiewirtschaft: überall dort, wo Umweltfaktoren eine Rolle spielen, kann digitales Monitoring helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und nachhaltiger zu handeln. Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Organisationen ihre ökologischen Auswirkungen in Echtzeit erfassen, analysieren und verbessern. Nicht als Pflicht, sondern als strategischer Vorteil. Survey123 ist ein Enabler für diese Vision. Skalierbar, flexibel und direkt einsetzbar.
Nutzen Sie ArcGIS Survey123, um ökologische Veränderungen sichtbar zu machen und rechtzeitig zu handeln. Denn nur, wer genau und kontinuierlich hinschaut, kann gezielt schützen.



