Die Esri International IMGIS in Frankfurt hat auch dieses Jahr wieder ihren internationalen Anspruch eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Top-Entscheider:innen, Expert:innen und Vordenker:innen aus verschiedensten Ländern trafen sich, um gemeinsam an nachhaltigen und effizienten GIS-Lösungen für Infrastrukturprojekte zu arbeiten. Besonders bereichernd waren die vielfältigen internationalen Kundencases und der intensive Austausch zu Innovationen und Ideen zwischen den Teilnehmenden.
Die Konferenz startete mit einer energiegeladenen Eröffnung durch Thomas Kijftenbelt (Geschäftsführer Esri Deutschland) und Philip Mott (General Manager, Esri Europe). Die Stimmung war geprägt von Tatendrang und dem gemeinsamen Ziel, nachhaltige Lösungen für die Infrastruktur der Zukunft zu schaffen. Führende internationale Unternehmen und Organisationen präsentierten, wie sie ArcGIS, die Enterprise Geospatial AI Platform, einsetzen, um Muster in komplexen Infrastrukturen aufzudecken und aktuelle sowie zukünftige Herausforderungen mit innovativen Lösungsansätzen zu bewältigen.

Interntionale Best Practices für resiliente Netzinfrastrukturen
Unter anderem zeigte National Grid aus Großbritannien, wie GIS-Technologien helfen, Netzwerke sicherer und nachhaltiger zu betreiben, indem sie fundierte Entscheidungen auf Basis umfangreicher Geodaten ermöglichen. Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT gab Einblicke, wie die Transformation der Infrastrukturplanung und -verwaltung mit ArcGIS in großangelegten Netzprojekten gelingt – von der Vision und Aufplanung bis zur praktischen Umsetzung sowie Instandhaltung und Betrieb.

Innovationskraft und erneuerbare Energien im Fokus
Asplan Viak – eines der führenden Beratungsunternehmen für Planung, Architektur und Ingenieurwesen – stellte innovative GIS-Lösungen für skandinavische Infrastrukturprojekte mit bildstarken Eindrücken rund um Szenarienplanung und Reality Mapping vor.
Perfekt ergänzt durch die Einblicke von Amon Hondele und Marianne Aubert: Sie zeigten, wie GIS bei RWE Renewables optimal für die Planung, den Bau und Betrieb erneuerbarer Energieanlagen in Wert gesetzt wird. Durch eine reibungslose Integration von GIS und CRM hat der Erneuerbare-Player GIS zentral in den Organisationsprozessen verankert.
GIS im sicherheitskritischen Umfeld
Auch das NATO-Headquarter berichtete praxisnah von der Bedeutung von Geografischen Informationssystemen (GIS) mit einem besonderen Fokus auf den Einsatz eines Indoor-GIS.
AI unterstützt zahlreiche Workflows
Ein zentrales Thema der Plenary war die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI). Von GeoAI über AI-basierte Assistenzfunktionen bis hin zu intelligenten AI-Agenten wurde gezeigt, wie aus Daten fundierte Entscheidungen im Infrastruktur-Sektor entstehen. Besonders eindrucksvoll war die Demo von Alina Krämer zu KI-gestützter Erkennung von Straßenschäden.

Diese Plenary-Beispiele unterstrichen eindrucksvoll, wie vielfältig und wirkungsvoll GIS-Technologien heute in unterschiedlichsten Infrastrukturbereichen und auf internationaler Ebene eingesetzt werden.
Kundencases: Innovation live erleben
Mehr als 1.000 Teilnehmende, darunter Top-Entscheiderinnen und Entscheider, Meinungsführende und Anwender:innen, tauschten sich in Workshops, Vorträgen und Networking-Formaten intensiv aus. Internationale Praxisbeispiele und Einblicke von Esri-Expert:innen aus Deutschland und der Schweiz zeigten, wie GeoAI und cloud-native Analysen neue Möglichkeiten eröffnen und innovative Workflows entlang des Lebenszyklus unserer Infrastrukturen ermöglichen.

Erfolgreiche Migrationen und KI-gestützte Prozessinnovationen
In der Electric and Gas Keynote präsentierten Chris Langer und Jan Bollow, wie die HanseWerk Gruppe gemeinsam mit E.ON Grid Solutions in Rekordzeit auf ein modernes GIS migrierte und damit einen Blueprint für andere Sparten schuf. Auch Themen wie die Digitalisierung des Glasfasernetzausbaus, KI-gestützte Analysen mobiler Kartierungsdaten und die Automatisierung von GIS-Workflows standen im Fokus.
Plattformdenken und datenbasierte Zusammenarbeit über Disziplinen hinweg
Die Esri International IMGIS 2026 bot darüber hinaus viele weitere spannende Kundencases, die mit Geospatial Technology echte Veränderungen in der Infrastruktur anstoßen. AFRY präsentierte etwa das „Project Cockpit“, eine Plattform, die CAD-, BIM-, GIS- und Fotodaten servicebasiert vereint. Teams, auch ohne GIS-Vorkenntnisse, erhalten so sofortige Einblicke in komplexe Infrastrukturprojekte. Das Ergebnis: bessere Zusammenarbeit, schnellere Entscheidungen und mehr Transparenz.
Automatisierung, 3D-Analysen und Transparenz in Großprojekten
Arcadis demonstrierte, wie automatisierte 3D-Segmentierung von Bauabfallhalden mittels Drohnen und ArcGIS Pro von Esri nicht nur die Genauigkeit steigert, sondern auch Prozesse um ein Vielfaches beschleunigt. Die Ergebnisse werden über ein WebGIS geteilt und ermöglichen so effiziente, datenbasierte Entscheidungen. Auch DB InfraGO zeigte, wie GIS bei Großprojekten wie der 2. S-Bahn-Stammstrecke in München für mehr Transparenz und Zusammenarbeit sorgt. Mit einer zentralen Datenplattform werden interne und externe Quellen integriert, von 2D-/3D-Ansichten bis zu Status-Dashboards.

GIS sichtbar machen: Akzeptanz und Mehrwert in der Organisation steigern
Einen besonderen Ansatz präsentierte Jessica Palka von Deutsche GigaNetz. Sie nahm die Zuhörenden mit auf die Reise des Unternehmens zur Entwicklung des „GeoHafen“. Mit eigenem Branding bettet die Deutsche GigaNetz das GIS gezielt in der internen Kommunikation ein. So steigert das bereichsübergreifende Team die Sichtbarkeit sowie das Verständnis rund um die Mehrwerte von GIS für Planung und Betrieb von Glasfasernetzen.
Effiziente Workflows für Planung und Außendienst
Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Infrastrukturprojekte effizienter, vernetzter und nachhaltiger zu gestalten und dabei gleichzeitig Datenkonsistenz sowie eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Planung und Außendienst sicherzustellen. Wie sich diese Anforderungen professionell umsetzen lassen, zeigte Deutsche Glasfaser mit automatisierten Workflows, die Netzplanung und Außendienst über moderne Webanwendungen verbinden und so Effizienz und Datenqualität spürbar erhöhen.
Vielfältige Use Cases und ein Blick in die Zukunft von GIS
Auch zahlreiche weitere Kundencases lieferten inspirierende Einblicke. Die ETH Zürich beeindruckte mit „PolyMaps“, einem Indoor-GIS für barrierefreie Navigation auf dem Campus, was einen bedeutenden Fortschritt für Inklusion und Nutzerfreundlichkeit darstellt. Ergänzt wurden die Praxisbeispiele durch Projekte von Harzwasserwerke, Inros Lackner, TenneT, Jacobs und VertiGIS sowie Vodafone, die eindrucksvoll demonstrierten, wie die Verbindung von BIM und GIS neue Maßstäbe für nachhaltige und intelligente Infrastrukturprojekte setzt.
Esri investiert kontinuierlich in die Weiterentwicklung von ArcGIS, um Kund:innen immer neue Möglichkeiten zu eröffnen. Mit dem Motto „If not now, when…“ gab Chris Jackson einen inspirierenden Impuls für die Zukunft in der Closing Session.
Wo Networking neue Maßstäbe setzt: Die besondere Atmosphäre der Esri Int. IMGIS
„Unsere Kundinnen und Kunden aus den unterschiedlichen Bereichen des Infrastrukturlebenszyklus stehen unter hohem Transformationsdruck – von Energiewende bis Digitalisierung. Auf der IMGIS sahen wir sehr klar: GIS ist längst ein Steuerungsinstrument für das Management komplexer Netze, Assets und Workflows. Entscheidend ist dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Technologiepartnern und Anwendern.“
– Florian Simetsreiter

Neben den fachlichen Highlights stand das Networking im Mittelpunkt der IMGIS. Die Konferenz bot zahlreiche Gelegenheiten, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, neue internationale Kontakte zu knüpfen und gemeinsam an Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu arbeiten. Beim Lunch, den Networking Socials, den Live-Demos oder der beliebten Train Tour mit Indoor-Positionierung am Frankfurter Hauptbahnhof: überall war die Energie und Offenheit der Community spürbar.
Der Austausch zwischen Anwender:innen, Expert:innen und Top-Entscheider:innen ermöglichte es, Best Practices zu teilen, voneinander zu lernen und neue Partnerschaften zu initiieren. Besonders wertvoll war die direkte Vernetzung mit den Expert:innen hinter den Lösungen. Für viele Teilnehmende ein echtes Highlight.

Fazit: Gemeinsam die Zukunft gestalten
Die Esri International IMGIS 2026 hat auch in diesem Jahr unter Beweis gestellt, wie vielfältig, innovativ und praxisnah die GIS-Community arbeitet. Kundenerfolge und Networking standen im Zentrum und machten die Konferenz zu einem Ort, an dem Visionen Realität werden. Mit frischen Impulsen, neuen Kontakten und vielen Erfolgsgeschichten im Gepäck blicken wir gespannt auf die nächsten Entwicklungen in der Welt der Geoinformation.
Ein großes Dankeschön an alle Speaker, Teilnehmenden und das IMGIS-Team für drei Tage voller Inspiration, Austausch und Know-how!
Die Esri International IMGIS im Video: Internationale Kundencases, Innovationen und intensive Vernetzung auf einen Blick.
Save the Date: Die nächste IMGIS findet vom 6. bis 8. April 2027 in Frankfurt statt!



