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ArcGIS macht den Unterschied: Die Enterprise Geospatial AI Plattform mit offenem Ökosystem

  • Marko Prisky
  • 5 minute read
Übersicht von GeoAI-Komponenten mit AI Framework, AI Agents, AI Assistants und GeoAI in einer gestapelten Architektur
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Seit vielen Jahren stellt Esri mit ArcGIS die führende Technologie unter den Geoinformationssystemen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von ArcGIS hat vor allem in den letzten Jahren neben den fachlichen, funktionalen Komponenten einen immer stärkeren Fokus auf Innovationen und Anforderungen der allgemeinen IT gelegt. Im Ergebnis ist ArcGIS heute weit mehr als nur ein GIS – es ist eine „Enterprise Geospatial AI Plattform“. 

ArcGIS unterstützt User in praktisch allen Branchen und Märkten und wird bei unseren Kundinnen und Kunden längst nicht mehr nur als Fachsystem für Profis im Bereich Geodaten eingesetzt. Es bindet sich als ganzheitliche Plattform nahtlos in die Unternehmens-IT ein und öffnet die Power von Geodaten und Geodatenanalysen in allen Geschäftsprozessen. Denn der räumliche Kontext von Daten bietet in nahezu jedem Bereich einen wichtigen Mehrwert. Dabei bedienen die drei Dimensionen „Enterprise“, „Geospatial“ und „AI“ innerhalb der Plattform jeweils entscheidende Anforderungen moderner Organisationen. 

„Enterprise“ – bereit für jede Organisation

Cloud-Plattform mit gestapelten Datenebenen für Enterprise, Geospatial, AI und Plattform

Immer mehr globale Unternehmen und große Organisationen setzen auf Geodaten und Geo-Tools, um ihre Prozesse zu optimieren und fundiertere Entscheidungen zu treffen. Ein GIS muss daher alle Anforderungen an eine Enterprise-Unternehmens-IT erfüllen („Enterprise Readiness“). ArcGIS integriert sich in bestehende IT-Systeme nahtlos und lässt unseren Kundinnen und Kunden gleichzeitig die volle Entscheidungsfreiheit über Architektur und Deployment. 

Maximale Flexibilität: ArcGIS in jeder Umgebung

Egal, ob es um Datenschutz, Souveränität, Betriebsumgebung oder die Anbindung an Drittsysteme geht – ArcGIS bietet die passenden Möglichkeiten. Die Plattform läuft dort, wo individuelle Anforderungen bestmöglich erfüllt werden: als Software-as-a-Service (SaaS), in privaten oder souveränen Cloud-Umgebungen, der eigenen IT-Infrastruktur oder hybriden Szenarien. Wir folgen einem klaren Prinzip: ‚Deploy where it makes sense‘. 

Für den cloud-nativen und souveränen Einsatz von ArcGIS – auch in Umgebungen mit eingeschränkter oder ganz ohne Internetanbindung – haben wir ArcGIS Enterprise on Kubernetes gezielt weiterentwickelt. Damit steht ArcGIS jetzt für den Betrieb in Kubernetes-Umgebungen der führenden Plattformen bereit, darunter Microsoft Azure, AWS, Google Cloud, Red Hat OpenShift, SUSE Rancher und Tanzu. 

Sichere Daten und robuste Systeme

Zum Schutz von Daten und Systemen fügt sich ArcGIS reibungslos in die IT-Security von Organisationen jeder Größenordnung ein. Die Plattform ermöglicht dabei umfassende Konfigurationen zur Härtung und zum Datenschutz, ergänzt durch feingranulare Nutzer-, Rollen- und Gruppenberechtigungen. 

Für uns steht „Enterprise“ auch für die Robustheit und Verlässlichkeit der laufenden Systeme. Hierfür bieten wir mit dem ArcGIS Architecture Center zahlreiche Dokumentationen, Guidelines, Best Practices, konkrete System Patterns sowie Tools zum Management und Monitoring der Systeme.  

Mit Werkzeugen zur Automation können wiederkehrende Workflows zusätzlich effizienter gestaltet werden. Darüber hinaus ermöglicht es die Plattform, unterschiedliche Aufgaben und GIS-Dienste getrennt zu steuern. Dabei können Datenspeicherung, Bereitstellung und Veröffentlichung flexibel verwaltet und je nach Workflow oder Bedarf skaliert werden, bis hin zur Hochverfügbarkeit. 

Zunehmend entscheidend ist, dass sich ArcGIS als Plattform und als räumliches Rückgrat in bestehende IT-Ökosysteme einfügt: externe Systeme konsumieren medienbruchfrei die passenden ArcGIS Services. 

Transparent dokumentierte und voll funktionale APIs, darunter REST, JavaScript und Python, bieten die Schnittstelle zur Integration und bringen die besondere Stärke von ArcGIS in die Unternehmens-IT ein. Sie erlauben Drittanwendungen und eigenen Clients den Zugriff auf Daten, Dienste, Tools und ganze Workflows. 

Übersicht verschiedener Geodaten-Typen auf einer Weltkarte, darunter Vektor, Raster-Imagery, LiDAR-Punktwolken, 3D, BIM, IoT-Echtzeitdaten und tabellarische Daten

„Geospatial“ – die Relevanz der Räumlichkeit

Die Dimension „Geospatial“ beschreibt die Stärke der Plattform in ihrer Funktionsbreite und konsistenten Nutzererfahrung. ArcGIS deckt das gesamte Spektrum ab: Von der Datenhaltung und ihrer Aufbereitung über Mapping bis hin zu 2D- & 3D‑Visualisierungen. Dazu zählen ebenso räumliche Analytik, Bilddaten- und Fernerkundungsworkflows, Echtzeitverarbeitung, Graph-Analysen, No-/Low-Code-Apps und professionelle Fachanwendungen. 

In ArcGIS arbeiten User mit denselben Daten und Werkzeuge plattformübergreifend, ohne Medienbrüche und mit klaren Mechanismen zur Wiederverwendung von Styles, Modellen und Tools – egal, ob in ArcGIS Pro, Web‑Apps oder auf mobilen Endgeräten. Dafür ist ArcGIS konsequent als WebGIS ausgelegt und in der Lage, alle Funktionen, Daten und Dienste servicebasiert zu verteilen. 

Durchgängiger Zugriff über alle Komponenten 

Mit den aktuellen Releases wurden die Optionen zur Nutzung von Cloud Data Warehouses weiter ausgebaut. Seit 2025 steht in ArcGIS Online zudem ArcGIS Data Pipelines bereit – für die direkte und optimierte Einbindung externer Datenquellen und Datenströme mit einfachen Schritten. So können Daten noch effizienter erfasst, vorbereitet und verwaltet werden. 

Auch im WebGIS gewinnt die Datenerfassung an Tempo: Der WebEditor wurde funktional erweitert und nähert sich in der Daten-Editier-Experience zunehmend der Profi-Anwendung ArcGIS Pro. Mit einer vollständigen Überarbeitung und neuen Funktionen wurde auch ArcGIS Field Maps für smarte mobile Anwendungen weiterentwickelt. 

Damit erhalten alle User einen einheitlichen, konsistenten Zugriff auf die ArcGIS Plattform – durchgängig, integriert und über alle Komponenten hinweg. 

Geodaten bilden das Fundament der Plattform

Der ArcGIS Living Atlas ergänzt ArcGIS als weltweit größte Geospatial Plattform durch einen einzigartigen globalen Schatz an geographischen Informationen – von amtlichen und behördlichen Daten über Open Data bis hin zu Geodaten, die von der weltweiten User Community öffentlich geteilt werden.  

Das umfangreiche Angebot ermöglicht allen ArcGIS Usern, schnell und einfach den Zugriff auf wertvolle Ressourcen. Darunter topographische Grundkarten, Geowerkzeuge, Satellitenbilder und Höhendaten, Infrastrukturdaten, 3D-Modelle, Umwelt-, Wetter- und Klimainformationen oder Echtzeit-Datenströme aus verschiedensten Sensoren. 

ArcGIS als strategischer Baustein der Digitalisierung

Die Enterprise Readiness gepaart mit offenen Schnittstellen über Standards und hochflexible APIs erlauben es, ArcGIS mit wenig Aufwand und Risiko tief in Prozesse und IT-Systeme zu integrieren. Zudem bietet ArcGIS einsatzbereite Anbindungen an zentrale Unternehmenslösungen – darunter ERP-, CRM-, CDE- und BI-Systeme von SAP, Microsoft, Autodesk, IBM, Salesforce, Adobe, SAS, Oracle und vielen weiteren etablierten Anbietern. 

So ist ArcGIS längst aus der Nische des Expertensystems herausgewachsen und heute für Verantwortliche und IT‑Strategen in allen Bereichen der Digitalisierung der entscheidende Hebel, um Geodaten querschnittlich in den Organisationen in Wert zu setzen. 

Bestandteile von AI in ArcGIS als Plattform

„AI“ – Agenten, Assistenten und GPTs 

ArcGIS setzt seit vielen Jahren auf künstliche Intelligenz (AI). Bereits in den Geoprocessing Tools kommen AI-Methoden zum Einsatz – etwa zur Klassifizierung und Objekterkennung in Bilddaten. In der jüngsten Vergangenheit hat sich dieses Feld jedoch rasant weiterentwickelt.  

Gründe dafür sind vor allem die zunehmende Rechenleistung und die wachsende Menge verfügbarer Geodaten, die vor allem zum Aufbauen und Trainieren leistungsfähiger AI-Modelle benötigt werden. Das Ergebnis: GeoAI – die Verbindung von Geodaten und künstlicher Intelligenz – eröffnet völlig neue Möglichkeiten in Analyse, Prognose und Entscheidungsunterstützung. 

Heute erlaubt maschinelles Lernen (Machine Learning), Trends und Muster in Geodaten zu erkennen. Deep-Learning-Modelle eröffnen darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten: So können Objekte in Bildern oder Punktwolken detektiert, extrahiert und verfolgt, oder komplexe Change-Detection-Analysen in riesigen Datenmengen vorgenommen werden. Der Einsatz künstlicher Intelligenz in den Geo-Tools des GIS schafft eine völlig neue Realität der Skalierung, Präzision und Verlässlichkeit. 

Passgenaue GPTs und AI-Assistenten

Verbreitete Generative Pre-Trained Transformer (GPTs) beeindrucken durch ihr enormes Wissen und ihre Fähigkeit, Antworten auf ein breites Spektrum von Fragen zu liefern – ein Potenzial, das sie durch die Einspeisung gigantischer Datenmengen aufgebaut haben. 

Auch im GIS-Segment bieten GPTs erhebliche Mehrwerte: Aufbauend auf der umfassenden ArcGIS-Dokumentation zu Produkten, Tools, Schnittstellen und Daten, bauen wir bei Esri passgenaue GPTs auf und implementieren AI-Services als Teil unseres AI-Frameworks über alle Komponenten der Plattform hinweg. Dies ist ein entscheidender Unterschied zu den allgemein verfügbaren GPTs, die nicht in Fach-Applikationen integriert sind und nicht automatisch räumliche Fragen aus Geodaten beantworten können.  

AI-Assistenten, die schrittweise in die GIS-Applikationen integriert werden, greifen auf die AI-Services in ArcGIS zurück und verfügen damit über das gesammelte Wissen zur Nutzung von ArcGIS. Dank der Plattform-Architektur können aktuelle GPT-Versionen die spezifischen Werkzeuge und Analysefunktionen von ArcGIS ansprechen, die speziell für räumliche Fragestellungen notwendig sind. ArcGIS stellt dafür die passenden APIs und Services bereit. Bereits heute können User in ArcGIS Pro, im Business Analyst, Survey123 und weiteren Apps mit AI-Assistenten in Beta-Versionen und Previews kommunizieren.  

Damit werden Nutzerinnen und Nutzer optimal unterstützt: Sie erhalten schnell Empfehlungen für passende Werkzeuge, finden die richtigen Daten und können Code-Snippets in Arcade, SQL oder Python direkt generieren. Gleichzeitig ermöglicht ArcGIS jeder Organisation, den Zugriff auf AI individuell zu steuern. Dank regelmäßiger Updates fließen stets die neuesten Funktionen der Generativen AI direkt in ArcGIS ein. 

ArcGIS auf dem Weg zur Agentic AI 

Damit ist ArcGIS bereits auf dem Weg zur sicherlich wichtigsten AI-Entwicklung dieser Zeit: zur Nutzung von Agentic AI. AI-Agenten heben sich durch „Reasoning“ ab, also durch die Fähigkeit zu logischen Schlussfolgerungen und eigenständigen Problemlösungen. Die Agentic AI in ArcGIS kann komplexere Geo-Verarbeitungs-Workflows erstellen und durcharbeiten, Problemlösungen in passende Tasks zerlegen und die für die Bearbeitung nötigen Werkzeuge, Datenquellen und Filter auswählen.  

Dabei kommunizieren AI-Agenten über Systemgrenzen hinweg, sodass nicht nur Agenten innerhalb von ArcGIS entwickelt und genutzt, sondern auch Agenten anderer IT-Systeme befähigt werden, ArcGIS mit den relevanten Anfragen zu kontaktieren und durch Verbindungen von einzelnen IT-Systemen mit ArcGIS komplexe Aufgaben zu lösen. 

The Future – das ArcGIS von morgen

AI wird damit zu einem Katalysator, der die Arbeit mit Geodaten sehr viel einfacher und schneller macht und mit dem die GIS-Werkzeuge für alle Organisationsteile in den Arbeitsalltag integriert werden, ohne dass dafür zusätzliche Fachsysteme und Applikationen implementiert werden müssen. Karten und Dashboards werden auch außerhalb von GIS-Applikationen nutzbar und zu einem echten universellen Informationsmedium für datenbasierte Entscheidungen.  

Hinter den Kulissen verbindet (Geo)AI Daten, Systeme und Prozesse. Globale Sensornetze, Satellitensysteme und Massendaten (wie Wetter- oder Verkehrsdaten) werden räumlich-zeitlich fusioniert und automatisiert ausgewertet. So wird die Wertschöpfung aus der Erdbeobachtung (Earth Observation) unmittelbar mit der Wissensgenerierung (Earth Intelligence) verknüpft, indem globale Phänomene analysierbar werden. Für große Datenmengen lassen sich Big-Data-Werkzeuge in diese Auswertungen integrieren. Mit der GeoAnalytics Engine bietet Esri genau solche Integrationen standardisiert und einsatzbereit an. 

Diese Power der Geo-Tools für Realtime Data und Big Data – kombiniert mit hoher Automation und der Nutzung von AI – prägt die Enterprise Geospatial AI Plattform von heute. Ob als GeoAI innerhalb der Tools oder durch AI-Assistenten und AI-Agenten in der Interaktion: diese technologischen Fortschritte bilden die Enterprise-IT-Basis für das ArcGIS der Kundinnen und Kunden von morgen. 

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