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Interview mit Dr. Albers vom BREKO: „Eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau fördern“

  • Wolfgang Emmer
  • 5 minute read
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Wieso es beim Glasfaserausbau auf eine exakte Planung ankommt und wir in Deutschland auf einen eigenwirtschaftlichen Ausbau setzen sollten, verrät BREKO-Chef Dr. Stephan Albers im Interview. Lesen Sie außerdem, warum 5G auch für Festnetzanbieter mehr Geschäft verspricht.

Stephan Albers ist Geschäftsführer beim Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO). Die Telekommunikationsbranche kennt er bestens. Seit fast einem Vierteljahrhundert ist er dort in verschiedenen Rollen aktiv.

Mit dem BREKO unterstützt er seit zehn Jahren die deutschen Festnetzwettbewerber. Im Interview verrät der Branchenkenner, auf was es beim Glasfaserausbau alles ankommt.

Hr. Dr. Albers, Glasfaser war und ist für den BREKO das Medium für den Netzausbau. Was waren in den letzten zwei Jahrzehnten die größten Chancen und Herausforderungen, Glasfaser als Zukunftstechnologie für die digitale Infrastruktur zu platzieren?

Wir haben es geschafft, dass allen klar ist, dass am ‚echten Glasfaseranschluss‘ – sprich Glasfaser bis in die Gebäude und Wohnungen – kein Weg vorbeiführt. Das klingt heute selbstverständlich. Doch der Weg dorthin war nicht einfach. Vor 20 Jahren sah das anders aus. DSL war für viele DIE Technologie. Auch die Politik hat im Vergleich zu anderen Ländern zu lange auf das Kupfernetz der Telekom gesetzt – Stichwort ‚Vectoringentscheidung der Bundesnetzagentur‘. Heute ist allen klar: Glasfaser ist die unverzichtbare Basis für die Digitalisierung. Der BREKO hat entscheidend zum bisherigen Ausbau beigetragen. Die Marktzahlen zeigen: Über 80 Prozent des aktuellen Glasfaserausbaus kommt von alternativen Carriern. 2,8 Millionen der zurzeit etwa 5 Millionen verfügbaren Glasfaseranschlüsse in Deutschland wurden von BREKO-Unternehmen realisiert.

„Der Glasfaseranschluss ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen.“

Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer beim Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. BREKO

Schauen wir ins Jetzt und in die Zukunft. Mehrere Themen beschäftigen die Branche derzeit besonders. Deutschland hat immer noch viele weiße und graue Flecken und hinkt beim Auf- und Ausbau einer leistungsfähigen digitalen Netz-infrastruktur. Wie schätzen Sie die aktuelle Lage ein?

Bezogen auf den internationalen Vergleich ist Deutschland noch immer weit hinten. Umso mehr müssen wir zusehen, dass wir einen flächendeckenden Ausbau hinbekommen. Noch etwa 90 Prozent des Netzes gilt es mit Glasfaser zu versorgen. Es gibt also noch viel zu tun – in kurzer Zeit.

Zudem zeigen die Marktzahlen deutlich: Der Breitbandbedarf steigt rasant an; der Glasfaseranschluss ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Take-up Rate beim Glasfaseranschluss liegt derzeit bei 43 Prozent. Das ist besonders für Investoren spannend, da damit auch klar ist: Das Geschäftsmodell Glasfaserausbau funktioniert.

Welches Konzept sieht der BREKO als das wirkungsvollste an, um Versorgungslücken zu schließen und Deutschland zukunftsfähig zu machen?

Wir müssen in Deutschland primär auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau setzen. Viele Unternehmen tun das bereits und arbeiten im Open-Access-Modell und mit Kooperationspartnern.

Dafür sind die richtigen Rahmenbedingungen notwendig. Da haben wir ein großes Thema vor der Brust. Vor dem Hintergrund des sogenannten EU-TK-Kodex wird bis Ende des Jahres das Telekommunikationsgesetz grundlegend überarbeitet. In diesem wird der ordnungspolitische Rahmen für den Glasfaserausbau gesetzt. Wie dieser Rahmen aussehen muss, hat der BREKO in einem Konzeptpapier definiert und an die Politik adressiert. Die Basis ist also ein modernes Telekommunikationsgesetz, das den eigenwirtschaftlichen Ausbau fördert.

Ein wichtiger Punkt ist dabei die Regulierung. Wir brauchen ein Konzept das klar definiert, dass in der zukünftigen “Glasfaserwelt” der Vorrang von Open Access gilt. Das heißt: Der Marktteilnehmer, der marktbeherrschend ist, ein Glasfasernetz baut und einen Open Access anbietet, wird nicht mehr ohne weiteres reguliert. Nur wenn er gegen die Spielregeln verstößt und keinen fairen Open Access offeriert, kann die Bundesnetzagentur eingreifen. Dieser Punkt sollte unbedingt ins TKG, um den eigenwirtschaftlichen Ausbau zu fördern.

Gibt es darüber hinaus noch Möglichkeiten?

Neben einem neuen Regulierungskonzept sind gezielte, den eigenwirtschaftlichen Ausbau sinnvoll ergänzende aber nicht verdrängende Förderprogramme mit Augenmaß notwendig. Im Moment läuft ein milliardenschweres Förderprogramm des Bundes. Von diesem sind viele Mittel noch nicht in den Ausbau geflossen. Viele Projekte müssen noch realisiert werden. Hier sollte nicht mit der Gießkanne, sondern gezielt gefördert werden. Der BREKO hat dafür bereits Vorschläge gemacht. Sogenannte Voucher-Lösungen helfen beispielsweise, die Nachfrage zu intensivieren. Konkret sieht das so aus: Lässt sich ein Grundstückseigentümer ans Glasfasernetz anschließen, bekommt er einen Zuschuss vom Staat, damit er nicht alleine die Kosten für den neuen Anschluss stemmen muss.

Und wir können noch mehr tun: Wie die meisten wissen, haben wir in Deutschland einen Engpass beim Tiefbau. Das führt zu hohen Preisen. Um diesen Engpass zu lindern, hat der BREKO eine Tiefbaubörse ins Leben gerufen; sozusagen ‚Elitepartner für den Tiefbau‘. Hier bringen wir die regionalen Netzbetreiber und auch Kommunen, die den Ausbau in Eigenregie stemmen, mit den Kabelleitungsunternehmen zusammen.

Der Infrastrukturausbau tangiert viele raumbezogene Fragen. Wo sehen Sie den Mehrwert von Geografischen Informationssystemen (GIS), um die gegenwärtigen Herausforderungen zu meistern?

Der Glasfaserausbau ist ein regionales und kapitalintensives Geschäft. Es muss zunächst sehr viel investiert werden. Der entscheidende Kostentreiber ist dabei der Ausbau; davon beansprucht alleine der Leitungstiefbau ca. 80 Prozent der Investitionsmittel.

Es liegt auf der Hand: Wenn Unternehmen hier nicht mit einer exakten Planung zu Werke gehen, hat das fatale Folgen für den Business Case. Bei der Planung kommt es auf viele raumbezogene Fragen an. Zum Beispiel: ‚Wo stehen welche Wohngebäude?‘ ‚Sind diese bewohnt?‘ Oder: ‚Handelt es sich um eine Ein- oder Zweifamilienbebauung?‘

Georeferenzierte Planungssysteme geben auf diese Fragen im Vorfeld Antworten. Für eine erfolgreiche Planung sind sie heute ein absolutes Muss, damit es am Ende keine böse Überraschung gibt.

Ebenso steht der Aufbau von 5G-Netzen an, um eine digitale Hochgeschwindigkeitsversorgung im lokalen Raum zu gewährleisten. Stichworte sind hier unter anderem ‚Industrie 4.0‘, ‚Autonomes Fahren‘, ‚Robotik‘, ‚Virtual und Augmented Reality‘. Wichtig ist es hier, die 5G-Standorte mit Glasfaser zu erschließen. Was glauben Sie, wie sich Telekommunikations-unternehmen mit der richtigen strategischen Planung heute schon auf den anstehenden Ausbau vorbereiten können?

Es wurde viel darüber diskutiert, ob der 5G-Ausbau der Mobilfunker Chance oder Risiko für Festnetzanbieter ist. Wir sind mittlerweile ganz klar der Meinung, dass die Chancen-Seite für uns überwiegt. Der Grund: Ein 5G-Netz der Zukunft ist im Kern ein Glasfasernetz. Damit die vielen Basisstationen ausreichend Bandbreite und geringe Latenzzeiten gewährleisten können, brauchen sie eine schnelle Glasfaseranbindung.

Für die Festnetzbetreiber ist das eine tolle Chance, um mit den Mobilfunkbetreibern zusammenzuarbeiten und Mobilfunkmasten gemeinsam anzubinden. Planungstools auf Basis von ArcGIS ermöglichen hier eine konvergente Planung; das heißt: die FTTH/B-Ausbauplanung des Festnetzes kombiniert mit der Planung des 5G-Netzes. So lässt sich die Netzplanung insgesamt effizienter gestalten – zum Vorteil aller Akteure. Wir streben hier Partnerschaften mit den Mobilfunkunternehmen an.


Wie Sie Glasfasernetze mit GIS automatisiert planen, erfahren Sie hier.


Wie können die BREKO-Mitglieder direkt oder indirekt vom 5G-Ausbau profitieren bzw. sich platzieren? Wie sehen mögliche Geschäftsmodelle aus?

Nicht nur die Anbindung von Mobilfunkstationen ist spannend; auch die Realisierung von sogenannten Campus-Lösungen. Während diese früher ausschließlich den Mobilfunkanbietern vorbehalten war, ist das beim 5G-Netz anders. Denn: Die 3,7- und 3,8 Gigahertz-Frequenzen sind nicht an die Mobilfunker versteigert worden.

Das heißt: Wenn mittelständische Unternehmen bei der Bundesnetzagentur lokale Frequenzen für 5G-Campus-Lösungen beantragen, um z.B. Industrie 4.0-Anwendungen zu realisieren, können BREKO-Mitglieder bei der Realisierung dieser Projekte mitwirken.


Wie Unternehmen mit ArcGIS Ihren Außendienst vernetzen, lesen Sie in diesem kostenfreien E-Book.

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Wolfgang Emmer
ist IT-Redakteur und schreibt am liebsten über New Work, Smart Cities und das IoT.
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