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KI-gestützte Bestandserfassung und smarte Baustellenprozesse mit ArcGIS 

  • Nora Vögele
  • 3 minute read
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Digitale Technologien verändern die Bau- und Infrastrukturbranche grundlegend: ArcGIS und KI ermöglichen eine intelligentere Erfassung, Analyse und Nutzung von Daten für mehr Effizienz, Qualität und Transparenz auf der Baustelle.

Die Bau- und Infrastrukturbranche steht vor einem Paradigmenwechsel: Digitale Technologien verändern nicht nur die Planung, sondern auch die Prozesse auf der Baustelle. Ein zentraler Baustein dieser Transformation ist die Kombination aus künstlicher Intelligenz (KI) und Geoinformationssystemen (GIS). Mit Lösungen wie ArcGIS Survey123, ArcGIS Field Maps und QuickCapture lassen sich Daten mobil erfassen, analysieren und in Echtzeit bereitstellen – selbst unter schwierigen Bedingungen im Feld.  

Warum KI und mobile GIS-Anwendungen unverzichtbar sind 

Traditionelle Methoden zur Erfassung von Bestandsdaten sind oft zeitaufwendig, fehleranfällig und erfordern manuelle Nacharbeit. Hier setzt KI an: Sie ermöglicht die automatische Klassifizierung von Objekten, die Erkennung von Anomalien und die Qualitätssicherung in Echtzeit. Das bedeutet, dass Fotos, die vor Ort aufgenommen werden, nicht mehr nur als Dokumentation dienen, sondern direkt in strukturierte Informationen umgewandelt werden können.

So lassen sich beispielsweise Bauteile, Materialien oder Schäden automatisch identifizieren und in das GIS integrieren. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch das Risiko menschlicher Fehler.

Survey123: Intelligente Formulare für präzise Datenerfassung 

Mit ArcGIS Survey123 steht ein leistungsfähiges Werkzeug zur Verfügung, um strukturierte Daten direkt vor Ort zu erfassen. Die Formulare sind nicht nur flexibel anpassbar, sondern können in Kombination mit KI noch intelligenter werden. Dies geht dabei weit über die einfache Erstellung von Surveys per Prompt hinaus. So lassen sich beispielsweise Bilder, die über Survey123 hochgeladen werden, automatisch analysieren und klassifizieren.

Auch die Validierung von Eingaben kann durch KI unterstützt werden, um sicherzustellen, dass die erfassten Daten vollständig und korrekt sind. Das Ergebnis: Weniger Nacharbeit im Büro und eine deutlich höhere Datenqualität. 

Field Maps: Mehr Awareness auf der Baustelle 

Während Survey123 die strukturierte Datenerfassung ermöglicht, sorgt ArcGIS Field Maps dafür, dass alle relevanten Informationen direkt auf der Baustelle verfügbar sind. Pläne, Karten und Live-Daten können in einer einzigen App angezeigt werden. Gefahrenzonen können automatisch erkannt, Fortschritte auf der Baustelle überwacht und Ressourcen optimal eingesetzt werden.

So entsteht ein digitaler Zwilling der Baustelle, der nicht nur die aktuelle Situation abbildet, sondern auch proaktive Entscheidungen ermöglicht. 

Von der Demo zur Praxis: So funktioniert es 

In unseren Demos, die wir gemeinsam mit dem Sales-Engineering-Team entwickelt haben, zeigen wir, wie einfach sich diese Technologien kombinieren lassen. Ein typischer Workflow sieht so aus: 

  1. Foto aufnehmen – Ein Mitarbeiter dokumentiert den aktuellen Zustand eines Bauteils. 
  2. KI-Analyse – Durch einen Prompt wird das Bild wird automatisch klassifiziert, beispielsweise als „Schlagloch“ oder als „beschädigte Tür“. 
  3. Integration ins GIS – Die Information fließt direkt in die zentrale Datenbank und steht allen Beteiligten in Echtzeit zur Verfügung. 

Schauen Sie sich für eine detaillierte Beschreibung gerne die dazugehörige Storymap an!

Parallel dazu können über Field Maps aktuelle Karten, Infrastrukturlayer und Statusinformationen eingesehen werden. So wissen alle Beteiligten jederzeit, was bereits erledigt ist und wo Handlungsbedarf besteht. Auch auf der Baustelle lassen sich mit ArcGIS Field Maps Schäden an der Bestandsinfrastruktur effektiv vermeiden – ein Risiko, das jährlich Kosten in Milliardenhöhe verursacht. Durch die Bereitstellung aktueller Tiefbau-Layer für Poliere im Feld und die automatische Benachrichtigung auf mobilen Endgeräten bei Annäherung an Leitungen wird die notwendige “situational awareness” gewährleistet und Beschädigungen werden zuverlässig verhindert.

Fazit: KI ist kein Zukunftsthema mehr 

Die Kombination aus KI und GIS ist längst keine Vision mehr, sondern Realität. Sie verändert die Art und Weise, wie wir Bestandsdaten erfassen, analysieren und nutzen. Für die Bau- und Infrastrukturbranche bedeutet das: mehr Effizienz, höhere Qualität und bessere Entscheidungen. Mit ArcGIS bringen wir Intelligenz in jeden Schritt des Workflows – von der Bestandserfassung bis zur Baustellenkoordination bis hin zum Betrieb – auch offline. 

Weitere Informationen

  • Anleitung zur KI gestützen Bestandserfassung mit ArcGIS Survey 123
  • Webinar Digitaler Wandel auf der Baustelle: Mobil ins neue Zeitalter

Über die Autorin
Nora Marie Vögele ist Business Development Managerin bei Esri Deutschland und treibt die digitale Transformation in der Bau- und Infrastrukturbranche voran. Sie engagiert sich für die Integration von GIS und BIM sowie den Einsatz digitaler Zwillinge, um Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Mit ihrer Branchenexpertise sowie ihrer strategischen Ausrichtung unterstützt sie Unternehmen dabei, Daten intelligent zu vernetzen und innovative Lösungen für Planung, Bau und Betrieb resilienter Infrastrukturen umzusetzen. Als aktive Stimme in der Branche teilt sie regelmäßig Insights zu Digitalisierung, Anwendungsbereichen und Zukunftstechnologien. 

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